Daten zwischen Programmen austauschen – auch ohne API
Fast jedes Unternehmen kennt das Bild: Die Kundendaten stehen im CRM, die Rechnungen entstehen im ERP, die Buchhaltung lebt in DATEV. Zwischen diesen Systemen wandern Daten oft von Hand – als Excel-Datei, als Ausdruck oder als E-Mail-Anhang.
Der bequemste Weg für einen automatischen Austausch ist eine API – eine Schnittstelle, über die Programme strukturiert miteinander sprechen. Nicht jede Software bietet eine API an, und nicht jede API lässt sich ohne Entwicklungsaufwand nutzen.
Aber auch ohne API gibt es tragfähige Wege: strukturierte Exporte. Viele Systeme können Daten als CSV, XML oder in einem definierten Format ausgeben – und andere Systeme können genau diese Dateien importieren. Entscheidend ist, dass das Format auf beiden Seiten klar definiert ist.
Ein Beispiel aus dem Alltag: Eingehende Rechnungen werden digital erfasst, geprüft und als strukturierte Buchungsdaten für den DATEV-Import vorbereitet. Zwischen Erfassung und Export entfällt die manuelle Übertragung – das Ergebnis wird trotzdem von Menschen kontrolliert.
Bevor ein Austausch gebaut wird, lohnt sich eine ehrliche Bestandsaufnahme: Welche Systeme sind beteiligt? Welche Daten fließen in welche Richtung? Welche Felder müssen zwingend gefüllt sein, welche Regeln gelten für die Verarbeitung? Genau diese Fragen klären wir in der Prozessanalyse.
Wichtig ist auch die Fehlerbehandlung: Was passiert, wenn eine Datei nicht dem Format entspricht, eine Zeile unvollständig ist oder ein Import fehlschlägt? Ein guter Datenaustausch meldet solche Fälle sichtbar, statt sie stillschweigend zu überspringen.
Am Ende entscheidet nicht die Technik, sondern der Prozess: Ein automatischer Austausch lohnt sich dort, wo Daten regelmäßig und nach klaren Regeln fließen. Unregelmäßige Einzelfälle von Hand zu automatisieren ist selten wirtschaftlich – das sagen wir Ihnen auch so.